Montag, 10. Dezember 2007

Ethnic Self-help in Nepal (Satis Shroff, Freiburg)



Ethnic Self-help in Nepal's Development (Satis Shroff)
Related to country: Nepal



Kulturspezifische ethnische Self-help in Nepal (Satis Shroff)

Das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe hat eine emanzipatorische und eine restriktive Seite. Es unterstreicht die anthropologische Annahme, daß Menschen in der Lage sind, ihr Leben in eigener Bestimmung und Verantwortung zu gestalten. Die Betonung von Selbsthilfe (Selbstorganisation) kann einerseits als Warnung vor staatlicher Bevormundung verstanden werden, andererseits kann sie als Rechtfertigung staatlicher Untätigkeit in strukturellen Krisensituationen benutzt werden. Selbsthilfegruppen in Nepal sind kulturspezifisch. Messerschmidt1 schreibt: „Die Idee von kleinen Gruppen von Verbrauchern, die als Nachbarfamilien zusammenarbeiten, produktive Aktivitäten gestalten, gemeinsames Landmanagement oder öffentliche Arbeitsentwicklungen sind eine gut etablitierte Tradition in Nepal.“

Der Entwicklungswerker könnte auch hier tätig werden mit ergänzender Schuldner- bzw. vernünftiger Finanzberatung und sozialen, psychosozialen Beratungs- und Betreuungsangeboten. Solche ergänzende Hilfen sind sehr wichtig für die einfachen, ungebildeten ländlichen Einwohner Nepals. Eines der Prinzipien der Entwicklungshilfe sagt, man solle „dort anfangen, wo der Klient steht.“ In den beratenden und helfenden Angeboten kann der Entwicklungswerker nicht über die Geisteshaltung des Klienten hinwegsehen. Die Nichtachtung oder Mißachtung einer soziokulturellen Gegebenheit kann von vornherein die Kommunikation zwischen Entwicklungshelfer, Sozialarbeiter (NGO-Experte, Ärzte, Schwestern, Pflegepersonal) verkümmern lassen. Auf die erkannte Fähigkeit des Klienten zu vertrauen, sein Selbstwertgefühl zu stärken und ihn ein Weg zur Selbsthilfe sein, ist die Aufgabe des Entwicklungshelfers.

Es wäre wichtig, solche traditionellen2 Organisationsformen zu unterstützen und zu fördern, damit die Ethnien in Nepal davon lernen und profitieren können. Denn es ist höchste Zeit, daß den ländlichen Armen,3 die seit Jahrhunderten von den höheren Kastenangehörigen sozial,-, kulturell, politisch und wirtschaftlich dominiert, unterdrückt und benachteiligt worden sind, endlich geholfen wird, auf eigenen Füßen zu stehen. Dieses Ziel wäre durch die Re-vitalisierung der induzierten Selbsthilfegruppen in den verschiedenen Ethnien zu erreichen.

Die GTZ RRD4 Projekte haben in der Vergangenheit gezeigt, daß die induzierten Selbsthilfe organisationen durchaus funktionieren. Hinzu kommen die einheimischen intraethnischen Selbsthilfeorganisationsformen, die jahrzehntelang erfolgreich eingeführt worden sind. Die ländlichen Bewohner Nepals sind familiär mit kurzfristigen oder wenig permanenten Selbsthilfegruppen, die für verschiedene Zwecke zusammengestellt werden. Zum Beispiel:
Landwirtschaftliche Selbsthilfegruppen wie kulobanaune (irrigation channel maintenance Gruppe), mal bokne (Düngeträger), khetala (Feldarbeitern), ropahar (Pflanzer von Getreiden), hali (Pflüger/Bauer), parma (Gruppenarbeitsaustausch Gemeinschaft) und gothalo (Schäfer).
Forstwirtschaftselbsthilfegruppen wie bana djane (Waldarbeiter), ghas katne (Grassschneider), pat tipne (Futtersammler), und daura tipne (Feuerholzsammler).

Soziokulturelle Selbsthilfegruppen wie guthi (bei den Newars vom Katmandutal), rodi (Kommunale Gruppe von den Gurungs) und bheja (kommunale Gemeinschaft).
Religiöse Selbsthilfegruppe wie kirtan-bhajan mandali (Hymne bzw. Gesangsgruppe).
Politische Selbsthilfegruppe wie die canton ko bhaladmi (ehrenhafte Gentlemen des Cantons) und dharma canton (örtlicher Rat).

Andere, auf der kommunalen Ebene auch wichtige Organisationsformen in Nepal sind: die dhikuri vom Thakalistamm, wobei es um freiwillige Rotations-Kredit-Gemeinschaften geht; die Guthisysteme von den Newars (hier handelt es sich um kommunale Tempel und Land „tenure“ Gemeinschaften; die parma/nogar/pareli/porima (Gruppenarbeitstauschkooperativen); Baglungs Hängebrücke (suspension bridge) Baubewegung; chhatis maudja Kommunale Irrigation Organisation. Manche Organisationen scheinen formell zu sein, aber strukturell sind sie informell. Manche sind kasten- bzw. ethnien-bezogen, und andere sind weit verbreitet in ganz Nepal. Bhattachan5 meint, dass „obwohl die dhikuri, parma und guthi in der Natur ad hoc sind, sind sie dennoch sehr beständig, produktiv und lohnend für die Mitglieder.“

Des weiteren stellen verschiedene Projekte und Initiativen in eigener Trägerschaft ein Beratungsfeld für Entwicklungshelfer dar, wie die Strassenkinder von Katmandu und die Slumarbeit im Sinne von Mutter Theresas Orden in Kalkutta. Solche NGOs suchen auch die Zusammenarbeit mit Entwicklungshilfeinstitutionen (wie UNDP, GTZ, DED, Helvetas, OXFAM etc.) damit gute Kooperation entstehen kann.

Deutsche Regierungsorganisationen (GOs und NGOs 6) in Nepal: Dem Gesundheitssektor Nepals wird allgemein bei der Entwicklungszusammenarbeit ein hoher Stellenwert eingeräumt. Dies drückt sich nicht zuletzt darin aus, daß viele Organisationen und Einrichtungen sich in diesem Sektor engagieren. Neben den multilateralen Organisationen wie Weltbank, WHO, UNICEF, UNFPA etc. ist vor allem das britische DFID (Department for International Development) stark in Nepal vertreten.

Der Gesundheitssektor stellt einen Schwerpunktsektor der deutschen7 Entwicklungszusammenarbeit mit Nepal dar. Gegenwärtig werden folgende Vorhaben in Nepal gefördert:

Primary Health Care8 Project (PHC): Dieses Vorhaben hat die Stärkung der zentralen Programm-Planung und -Steuerung im Gesundheitsministerium, Verbesserungen der Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals sowie die Entwicklung von dezentralisierten Gesundheits- und Familienplanungssystemen zum Gegenstand. Das Projekt existiert seit 1994, und die Planung reicht bis weit in das nächste Jahrhundert.

Im Frühjahr 1998 werden zwei weitere durch die GTZ geförderte Projekte beginnen. Zum einen das Vorhaben Reproduktive Gesundheit, welches darauf abzielt, daß Frauen, Männer und Jugendliche verstärkt die Möglichkeit nutzen, vorbeugende, gesundheitsfördernde und kurative Praktiken im Bereich reproduktiver Gesundheitsförderung anzuwenden. Desweiteren ist das Projekt Instandhaltung im Gesundheitswesen geplant, das eine Verbesserung des administrativen Instandhaltungssystems sowie die Verbesserung des Zustandes medizinischer Geräte und Ausrüstungsgegenstände in Gesundheitseinrichtungen zum Inhalt hat.

Bis neulich hatten 93% von Nepals Einwohner keine Möglichkeit Gesundheitsfürsorge zu erhalten. Im Jahre 1991 hat die nepalesische Regierung eine „New Health Policy“ verabschiedet, wobei 4000 Sub Health Posts (SHPs) eingeführt werden sollen, um eine primäre Gesundheitsfürsorge zu fördern. Dieses Programm wird von GTZ (beratende Funktion) und KfW (zuständig für die Ausrüstung und Medikamente mit 10 Mio DM Kapital) unterstützt. Die Idee ist, ein neues und landesweites Netzwerk von Sub Health Posts zu errichten. Die Dörfer sollen die SHPs selbst unterstützen. Seit 1991 sind viele Nepalis im Gesundheitsbereich trainiert worden und jedes Jahr werden 500 SHPs eröffnet. Die Träger dieses Projektes sind: Die japanische Regierung, UNICEF, Nippon Foundation und die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

NGOs: Als Konkurrenz zu Nepals Ministerien oder als Ergänzung? „Es gibt zu viel Konkurrenzdenken unter den Geldgeber-Nationen und somit ist jede Kooperation gescheitert“ schreibt einst Toni Hagen (Schweiz9). Der Nepali-Publizist Kanak Mani Dixit fragt: „Die zentrale Frage bei der Vergabe von Entwicklungsgeldern ist, ob die Geber etwas für ihr Geld sehen. Hat die ausländische Finanzhilfe als Katalysator gewirkt, um den Lebensstandard der Bevölkerung zu erhöhen? Hat das Land ein Ziel erreicht, das Nepal auf anderem Weg nicht hätte erreichen können? Die Antwort lautet nein.“

Harka Gurung10 war der Meinung, dass „For environment, population control, women’s development, NGO11 is the latest fag. Home governments don’t like the NGOs because there is too much of paper processing by the immigration department. But the NGOs are the creation of the donor agencies as an alternative mechanism. They say your normal administrative channel never reaches the poor which the NGOs can do. So this is also an imposed idea. But the problem is: How do you coordinate 480 projects and 900 NGOs?“

„Das Geld ausländischer Steuerzahler ist in Nepal verschwendet worden und das, obwohl es zugleich die Energie zur Eigeninitiative für Nepali untergrub“. Dixit ist der Meinung, dass die ausländische Hilfe die in Katmandu ansässigen Eliten des Landes vergiftete und das gesamte Land wie von einer Droge abhängig machte. Hier muß man erwähnen, daß es auch außergewöhnliche Programme seitens der Deutschen oder Schweizer12 gibt, die bescheiden und effektiv darum bemüht sind, das nepalesische Leben zu verbessern. Die meisten Geber konzentrieren ihre Gelder kaum auf die wirklichen Probleme. Die auswärtige Entwicklungshilfe hat die Macht und die Privilegien im Katmandutal zentralisiert. Sie hat die alten Reichen hofiert und unterstützend dazu beigetragen, daß eine Gruppe Neureicher entstand. Die Entwicklungshilfe hat somit ein Abhängigkeitssyndrom13 geschaffen, das sich von der Regierungsebene bis hinunter auf das Dorfniveau erstreckt. Daher erwartet jedermann in Nepal ein Entwicklungshilfeteam, gleichgültig, ob dieses eine Fernstraße bauen oder nur ein paar Setzlinge einpflanzen soll.

In Nepal bildet ein weitverzweigtes Fußwegnetz das Rückgrat jeglicher Kommunikation und Entwicklung. Ab Ende der 50er Jahre setzte Helvetas die ersten Schweizer Ingenieure für Hängebrückenprojekte ein. Nepal verfügt über eine jahrhundertealte Tradition im Bau von Brücken, welche die zahllosen Gewässer überquerten. Wo einfache Holzstege nicht mehr genügten, bauten die nepalesischen Fachleute Hängebrücken mit handgeschmiedeten Ketten. Dennoch konnten breitere Flüsse auf diese Weise nicht überbrückt werden. Die Regierung beauftragte zuerst eine schottische Firma, an verschiedenen Flussübergängen Brücken mittels Kabel zu bauen. Abgestützt auf die von dem Schweizer einstigen Geologen Toni Hagen erarbeiteten Grundlagen entstanden Ende der 50er Jahre unter der Leitung der ersten Helvetas-Fachleute im Marsyandi-Tal, einer wichtigen alten Handelsroute , vier Hängebrücken. Ab 1987 entstand das Konzept des „Brückenbaus auf lokaler Ebene“. Es geht davon aus, daß vielerorts Wissen über die Brückenbau vorhanden ist, daß die Nepalesen im Stande sind, ihre Bedürfnisse zu artikulieren und daß sie wissen, wo sie ihre Brücke haben wollen, und auch daß sie bereit sind; die Verantwortung für die Durchführung eines solches Projektes zu übernehmen und, soweit möglich, eigene Ressourcen zu mobilisieren.

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Satis Shroff versteht sich als ein Vermittler zwischen westlicher und östlicher Kultur im schriftstellerischen und poetischen Sinne.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

"This Heart of Mine Is Nepalese" (Satis Shroff)

When you hear the phrase "Indian idol," you might think we are talking
about Sanjaya Malakar from "American Idol" earlier this year. But, it
turns out, India has its own knock-off of the series (itself a knock-off
of the British original). This year's winner, a Kolkata policeman named
Prashant Tamang, is on a U.S. tour right now. He already performed to
packed houses in DC and Boston and has two more gigs left - NYC on Dec. 8
and Atlanta on Dec. 9. See info below about a press conference today in
NYC and other contact info below... Questions to Kashish below - or Anup
Kaphle .

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From: Kashish Das Shrestha

Hope you're doing well. I was wondering if you could spread the word on
this event via email; Indian Idol Prashant Tamang and Desi R&B star Raghav
in NY on 8 December. Press conference at the Gershwin Hotel, 7E 27 St.,
tomorrow (where press passes will be distributed). Thanks.

Regards,
Kashish

INDIAN IDOL 3 PRASHANT TAMANG US TOUR; NY SHOW W/ DESI R&B STAR RAGHAV

Since winning the third Indian Idol in September this year, the boy from
Darjeeling serving in the Calcutta Police, Prashant Tamang, has become a
South Asian music star and has gone on to perform over two dozen shows in
less than two months! On 1 December, he started his first US Tour.

Tamang, currently mid-way through his four-city tour – DC/VA, Boston, New
York and Atlanta – performed to an enthusiastic audience in his first show
at the Oakton High School in Vienna, Virginia to a full house audience of
over 1,000 people. For an en core, guest performer Raju Lama of Mangolian
Hearts joined Tamang on stage to sing ‘Yo Maan Ta Mero Nepali Ho’

The next evening, as Boston was experiencing its first snow fall of the
winter, the audiences at the St. Armenian Church’s performance center
danced and sang along asang did a duet on one of Mongolian Hearts’
singles, as well as ‘Yo Maan Ta Mero Nepali Ho.’

In DC/VA as well as Boston, Tamang surprised the audiences by inviting a
female audience member to join him on stage to dance with him as he sang a
romantic Bollywood ballad. Also, at both the shows Tamang personally
addressed and signed CDs of his debut album, Dhanyabaad, to two lucky
winners chosen through an on-stage lucky draw of all the ticket numbers.
Local artists, as well as popular Nepali pop-culture figures also
performed songs and dances in both of these shows while Nepali community
leaders felicitated him on stage.

Tamang has two more shows left on this tour, presented by Moonlight
Records. On 8 December, he will be performing at the Jacob Javits Center
in Manhattan. This show will also feature the R&B star Raghav, who has had
three singles in the UK Top 10 and whose single ‘Angel Eyes’ propelled him
to fame. One more guest performer will also perform at this show. Then, on
the 9th, he will close his tour by performing at the Center Stage in
Atlanta.

This tour has been organized by Chandra Prakash Sharma (Moonlight
Records), Sonam Lama and Sonam G Sherpa in association with Party Nepal.
It is managed and produced by Kashish.

A press conference is being organized at The Gershwin Hotel (7 East 27St.)
at 5:30PM. All press passes will be distributed there. Please R.S.V.P for
press passes, as well an invitation to the honorary dinner for Prashant
Tamang being hosted in New York on 7 December.

Further inquiries/More Information:
Ph. 347.622.7048
info@prashanttamang.us
www.PrashantTamang.us

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OLDER PRESS RELEASE

Prashant Tamang, a constable-turned-celebrity and the winner of Indian Idol
season 3, will be in the United States of America for a four-city tour, making
stops in Washington DC/Virginia, Boston, New York and Atlanta. The event,
organized by Moonlight Records in association with PartyNepal.com, will be one
of the first events to feature performances by an Indian Idol winner in the
United States. Prashant will be performing several hindi and nepali songs at
these concerts.

Prashant will be performing in Washington DC on December 1, Boston on December
2, New York on December 8 and Atlanta on December 9.

To read more about Prashant, his US tour, venues, ticketing, please visit
http://www.prashanttamang.us

South Asia's leading magazine, Himal, in its recent article wrote about
Prashant: "someone from the steep valleys of the central Himalaya to be
idolized by tens of millions of people."

Prashant Tamang, 24, was declared the 3rd Indian Idol after receiving majority
of the 70 million votes on the popular televised singing contest in which
viewers vote for the participant of their choice.

Before auditioning for the Indian Idol TV show, Prashant was an active member
of the Indian Police force, Calcutta, where he also sang for the orchestra.
Since winning one of the most coveted entertainment competitions in India,
Prashant has remained extremely busy on tours and is still on a leave from his
duty at the Police force.